Romy Mamer

Ich denke, die Liebe zur Natur habe ich von meinem Vater geerbt. Jeden Sonntagmorgen, während meine Mutter das Mittagessen kochte, gingen wir beide in die umliegenden Wälder und Wiesen.. Wir suchten dann nach Butterblumen, Maiglöckchen, wilden Himbeeren oder Blaubeeren, im Herbst nach Pilzen. Im Winter entdeckten wir die Fährten von Kaninchen, Hasen, Rehen oder Eichhörnchen und ich war jedes Mal entzückt. Geduldig erklärte   mir mein Vater die Höhepunkte der verschiedenen Saisons.

Als ich dann 18 wurde, kaufte ich mir mein erstes Auto, natürlich, und gleich danach meinen allerersten Fotoapparat. Ich entdeckte wie viel Freude ich am Fotografieren entwickelte und während der nächsten 10 Jahre kaufte ich einige Objektive und schoss Dias und Fotos in meiner Freizeit.

In der Zwischenzeit heiratete ich, wir bekamen 2 Kinder und langsam übernahm mein Mann den Part des Fotografen. Mitte der Achtziger Jahre kam dann die erste Digitalkamera ins Haus. Ich war entsetzt wie einfach und schnell man damit die missratenen Bilder genauso schnell per Knopfdruck wieder löschen konnte. Das war nicht das, was meinen Begriff von Fotografie definierte. Es dauerte noch einige Jahre und Kameras, bevor ich mich entschloss mich in meiner neu gewonnenen Freizeit wieder mit der Fotografie zu beschäftigen.  Die Freude daran kam schnell zurück und ich genoss die Möglichkeit jetzt auch Tiere fotografieren zu können.

So begann meine Liebe zur Natur und meine Freude am Fotografieren zusammen zu wachsen und ich bin fast jeden Tag unterwegs um neue Motive zu entdecken oder altbekannte Motive auf andere Art abzulichten.

Inzwischen habe ich auch einige Fotografen-Freunde, deren traumhafte Bilder ich regelmässig bewundere und mit denen ich mich gerne unterhalte. Mein grosses Problem ist leider immer noch, dass ich nicht genügend Geduld aufbringe. Ich weiss, dass dies ein grosser Fehler ist und ich auch immer wieder einige Supermotive so vergeigt habe, aber ich übe mich darin und hoffe irgendwann ruhiger und gelassener zu handeln.

 

romy mamer

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